Raus aus der Finsternis - zunehmende Macht der Schattenbanken muss gebrochen werden!

Veröffentlicht am 05.09.2013 in Europa

Peter Simon MdEP

Europäische Kommission mit Vorschlag für Regulierung von Geldmarktfonds

Die EU-Kommission will künftig sogenannte "Schattenbanken" deutlich stärker kontrollieren. Bislang betreiben diese Finanzinstitute ihre Finanzgeschäfte außerhalb des traditionellen Bankensektors und damit weitestgehend unbeaufsichtigt. Für den baden-württembergischen SPD-Europaabgeordneten Peter SIMON ist das ein längst fälliger Schritt: "Wir können nicht tatenlos dabei zusehen, dass weltweit inzwischen fast ein Drittel der Finanzgeschäfte praktisch im Untergrund abgewickelt wird. Diese undurchsichtigen Schattengewächse müssen wieder zurück ans Licht der Öffentlichkeit!",

unterstreicht das Mitglied des Wirtschafts-und Währungsausschusses und ist froh, dass die Europäische Kommission mit dem jetzt vorgelegten Gesetzentwurf einer entsprechenden Aufforderung seitens des Wirtschafts-und Währungsausschusses nachkommt.

Die Bilanzsumme der Schattenbanken hat sich in weniger als 10 Jahren nahezu verdoppelt und belief sich schon 2011 auf über 51 Billionen Euro. "Diese Schattenbanken sind eng mit den traditionellen Banken vernetzt, so dass schnell ein neuer Flächenbrand entstehen kann. Dem offensichtlichen Trend zur Abwanderung in die unregulierten Sektoren des Finanzwesens muss deshalb zeitnah ein Riegel vorgeschoben werden. Für gleiche Geschäfte müssen gleichen Regeln gelten ", erläutert Peter SIMON.

"Intransparenz auf den Finanzmärkten bedeutet automatisch Risiko und das trägt letzten Endes immer der Steuerzahler. Wenn es eine zentrale Lehre aus der Finanzkrise gibt, dann, dass es keinen Finanzmarktakteur mehr geben darf, der nicht kontrolliert wird", unterstreicht Peter SIMON die Bedeutung des Gesetzentwurfs.

"Obwohl Kanzlerin Merkel bereits 2008 vollmundig versprochen hatte, dass kein Finanzprodukt, kein Finanzakteur und kein Finanzplatz mehr unreguliert bleiben soll, wurde die Regulierung der Schattenbanken einfach auf die lange Bank geschoben. Wieder wurde wichtige Zeit vergeudet. Das ist schlichtweg verantwortungslos", kritisiert Peter SIMON. "Um so wichtiger, dass die Europäische Kommission, aufgefordert durch den Wirtschafts-und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments dafür nun die Zügel in die Hand nimmt."

Weitere Informationen: Büro Simon +32 228 45558

 

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